Das Trauercafé in Reinbek

Seit März 2010 möchte das Trauercafé einen Anlaufpunkt für An- und Zugehörige anbieten. Einen ersten Schritt in schwerer Zeit, die Möglichkeit zu erzählen, nicht allein zu sein. Inzwischen ist es eine feste Institution für Reinbek und Umgebung.

Ein Team von sieben ausgebildeten TrauerbegleiterInnen empfangen die Gäste mit einer kleinen Einleitung zu einem Nachmittag, der für viele Betroffene den ersten Schritt zurück in die Gesellschaft bedeutet. Oftmals hilft der Austausch mit anderen Betroffenen, die eigene Last der Trauer besser tragen zu können. In den zwei Stunden finden viele eine Akzeptanz ihrer Situation, welche im tagtäglichen Leben so nicht zu finden ist.

An den liebevoll gedeckten Tischen kommen unterschiedliche Generationen miteinander ins Gespräch, jeder kann von sich erzählen, manch einer hört eher zu.

Hier braucht keiner seine Gefühle zu verstecken, denn jeder kennt die verschiedenen Emotionen, welche die Trauer um einen geliebten Menschen begleiten: neben Tränen auch Wut oder Ohnmacht, neben der Verzweiflung auch das Lächeln über freudige Erinnerungen. In den geschützten Räumen des Trauercafés gibt es Verständnis, aufmerksame Zuhörer und ein Gefühl der Verbundenheit. Die Begleiterinnen backen Kuchen und neben dem frischen Kaffee liegen die Taschentücher parat.

Es gibt einen Einzeltisch für besonderen Gesprächsbedarf, einen Büchertisch zum Schmökern und einen Gedenktisch mit der Möglichkeit, eine Kerze für einen lieben verstorbenen Menschen zu entzünden.

MitarbeiterInnen Trauercafe Reinbek Bergedorf

Das Team des Trauercafés, welches durch eine Kooperation der Hospizdienste Reinbek und Bergedorf und der Kirchengemeinde Reinbek West gebildet wird, freut sich auf ihren Besuch:

Kerstin Grothe, Ilse Zander, Dita Witthöft, Sabine Tischer Hartmann, Barbara Schöneberg Bohl, Claudia Lorentzen Schmidt, Marlies Henningsen (Leitung)